In den deutschen Haushalten ist er so selbstverständlich zu Hause, wie die Personen, die im Haushalt wohnen. Der Staubsauger. Der elektrische Schmutzbeseitiger hat einen Siegeszug hinter sich, der noch lange nicht zu Ende ist.
Den ersten Staubsauger gab es in den 1870ern in den USA, die Luftpumpe wurde damals allerdings noch von Hand betrieben. Bis zum Zweiten Weltkrieg wurde die Technik weiter entwickelt, es hatten allerdings nicht viele Menschen einen Staubsauger, da diese damals noch sehr teuer waren und sich nicht jeder ein Exemplar leisten konnte. Auch die wohlhabenden Leute verzichteten in der Regel auf die handlichen Geräte und nutzten stattdessen einen Hausstaubsauger. Bei diesen handelte es sich um Zentralgeräte, die über ein Rohrnetz im ganzen Haus verteilt waren. Die Handgeräte konnten an das Zentralgerät über eine Schlauchleitung angeschlossen werden. Doch nach dem Krieg verbreiteten sich mehr und mehr die transportablen Geräte, vor allem auch deshalb, weil sich Teppichböden etablierten.
Mit oder ohne Beutel?
Unterschieden wird heute zwischen Staubsaugern mit Staubsaugerbeutel und ohne. Bei Beutelstaubsaugern wird die aufgesaugte Luft in den luftdurchlässigen Beutel gesogen. In dem Beutel wird dann der ganze Schmutz und Staub gesammelt, bis der Beutel voll ist, dann muss er gewechselt werden. Um den Motor und das Gebläse zu schützen ist direkt hinter dem Beutel ein Filter eingebaut, der die groben Teilchen heraus filtert.
Beutellose Staubsauger verzichten auf die Staubsaugerbeutel und nutzen stattdessen die Fliehkraft. Der Luftstrom mit den Staubpartikeln wird in einen Auffangbehälter geleitet und in einen Wirbel versetzt. Die Schmutzteilchen werden nach außen gedrückt und fallen in ein Fach, welches den Schmutz auffängt. Da dadurch hauptsächlich die großen Teile beseitigt werden, müssen die kleinen Teile durch einen Papierzentralfilter aufgefangen werden. Dieser Staubsauger wird als Einfachzyklonsauger bezeichnet und muss recht oft gereinigt werden, da der Zentralfilter sonst verschmutzt und die Saugkraft so vermindert wird.
Es gibt aber auch noch den Multizyklonsauger, der ebenfalls ohne Beutel arbeitet. Auch hier wird der Luftstrom in einen Wirbel versetzt und die größeren Teile werden nach außen gedrückt und landen im Schmutzbehälter. Dann wird die Luft in kleinere Wirbel geleitet, in denen die Luft eine höhere Rotationsgeschwindigkeit erreicht und die feineren Schmutzpartikel nach außen gedrückt werden, so dass kein Zentralfilter nötig ist. Seit den 1980ern werden Staubsauger mit der Mulitzyklontechnik von Dyson produziert. Mittlerweile gibt es aber auch viele andere Hersteller, die sich der Technik mit den vielen Wirbeln bedienen und deren Modelle preiswerter sind als die von Dyson. Staubsauger ohne Beutel und mit zwei Zyklonstufen sind länger funktionstüchtig und liefern bessere Ergebnisse, also lohnt es sich etwas mehr Geld auszugeben und sich einen beutellosen Staubsauger mit Multizyklontechnik anzuschaffen. Andererseits hält auch ein qualitativ hochwertiger Staubsauger, welcher mit Beuteln betrieben wird, recht lange und hier ist der Vorteil, dass man nur den Beutel auswechseln muss und nicht das ganze Gerät, falls die Saugkraft nicht mehr stimmen sollte. Hier gilt es also, Prioritäten zu setzen.