Hausarbeit früher und heute

Posted at Dezember 21st, 2010 by Martha

Seit die Menschen vor Tausenden von Jahren die ersten Siedlungen gründeten und sich dadurch allmählich die ersten Zivilisationen, Weltreiche und Kulturen entwickelt haben, kämpft der Mensch gegen Staub und Dreck.
Bevor die moderne Technik, wie wir sie heute kennen, Einzug in das Leben der Menschen hielt, war die Hausarbeit ein Fulltime-Job.

Der folgende Text ist an all diejenigen gerichtet, die sich heutzutage ständig über die mühselige Hausarbeit beschweren (zu denen auch ich gehöre), vielleicht dient dieser Vergleich mit früheren Zeiten der Aufmunterung.
Denn in früheren Zeiten, als es weder Waschmaschine noch Geschirrspüler, geschweige denn Staubsauger mit praktischem Vorwerk Staubsauger Zubehör gab, war die Hausarbeit ein regelrechtes Fitnessprogramm.

Tagesaufgabe Haushalt

Damals oblag es den Frauen in den meisten Kulturen für den Haushalt zu sorgen, sich um den Nachwuchs zu kümmern und das Essen zu kochen. Was heute, dank moderner Technik, höchstens eine Stunde pro Tag in Anspruch nimmt, dauerte damals gut und gerne den ganzen Tag. Alleine das Waschen der Wäsche war vor der Erfindung der Waschmaschine eine Qual, ganz besonders zu den Zeiten, als die Haushalte noch nicht an fließendes Wasser angeschlossen waren.
Die Frauen mussten damals mühsam die dreckige Wäsche zum nächsten Fluss oder zum nächsten See schleppen und dann in anstrengender Handarbeit jedes Teil einzeln mit Seife waschen.

Bei hartnäckigen Flecken musste natürlich noch gebürstet werden. Anschließend musste die noch schwerere (weil nasse) Wäsche nach Hause geschleppt und dort zum Trocknen aufgehängt werden. Dies konnte schon mal gut und gerne den ganzen Vormittag in Anspruch nehmen. Doch das war noch längst nicht alles im Alltag einer Hausfrau aus vergangenen Zeiten, schließlich musste ja noch das Essen gekocht werden. Dazu war es früher nötig, Holz klein zu hacken, ins Haus zu tragen und ein Feuer zu entfachen, bevor gekocht werden konnte. Wollte man frisches Fleisch musste man dazu noch kurz vor dem Essen zum Metzger gehen oder selber schlachten, denn wie sollte man ohne Kühlschrank das Fleisch für längere Zeit aufbewahren?

Nach dem Essen musste natürlich das Geschirr gereinigt werden, was ohne fließendes Wasser auch nicht gerade eine einfache Aufgabe war. Nach dem Essen (die meisten modernen Menschen wären zu diesem Zeitpunkt wohl schon vor Ermüdung eingeschlafen) stand meist die Reinigung des Haushalts auf dem Programm. Auch dies war ohne Staubsauger eine eher mühsame Aufgabe, wer noch die alten Besen aus Omas Küche kennt, weiß was ich meine. Der Staub flog mehr durch die Luft als das man in säuberlich zusammenkehren konnte, kein Vergleich zu heutigen Zeiten. Dann natürlich das mühsame Bücken nach jedem Kehren um mit Besen und Schaufel den Dreck einzusammeln, nein, das Leben früher war wahrlich kein Zuckerschlecken.

Wollte man am Abend nochmals warmes Essen, musste der Ofen natürlich wieder von Neuem entfacht werden, danach folgte wieder das mühsame Reinigen des Geschirrs im nächsten Bach, Fluss oder See. Die Menschen von damals würden sich wohl totlachen über unsere heutige Nörgelei über das ständige „anstrengende“ Sauberhalten von Haus und Wohnung. Dies sollte man vielleicht im Hinterkopf behalten, wenn man das Waschen der Wäsche oder das Einräumen der Geschirrspülmaschine aus Bequemlichkeit wieder einmal aufschiebt.

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