Staubsauger bald nur noch Roboter?

Posted at März 22nd, 2011 by Martha

Als vor gut 80 Jahren die ersten massentauglichen Staubsauger auf den Markt kamen, bedeutete dies eine deutliche Erleichterung für die Hausfrauen, die damals noch den Großteil der Arbeit im Haushalt erledigen mussten.

Heute hat sich dies glücklicherweise geändert, denn die meisten Frauen arbeiten Voll- oder Teilzeit und werden von ihren Männern im Haushalt unterstützt. Doch den lästigen Staub muss man(n) oder Frau nach wie vor selbständig bekämpfen, egal ob man dafür lieber Besen und Schaufel verwendet oder einen modernen Staubsauger. Natürlich ist mit der weitläufigen Verbreitung von Staubsaugern der Arbeitsaufwand extrem gesunken. Während man mit Besen und Schaufel mühsam jeden Raum mehrmals kehren muss, bis auch der letzte widerspenstige Hausstaubrest verschwunden ist, geht dies mit einem modernen Staubsauger wesentlich einfacher und schneller. Doch wie sieht die Zukunft aus? Immer mehr Firmen bieten inzwischen selbständige Staubsaugroboter an. In jeder Preisklasse, vom Einsteiger- bis zum Luxusmodell, gibt es inzwischen die fleißigen, kleinen Saugroboter, die selbständig und in regelmäßigen Abständen ihre Ladestation verlassen und gründlich und ohne zu murren die ganze Wohnung oder das ganze Haus saugen.

Was können die Staubroboter?

Doch was genau können die modernen „Staub-Terminatoren“? Da die meisten Haushalte in Deutschland noch über die jahrzehntelang bewährten, händisch zu bedienenden Staubsauger verfügen, haben wir uns mal angesehen, was ein moderner Saugroboter alles zu bieten hat und ob er mit dem herkömmlichen Staubsauger mithalten kann.

Seit gut einem Jahrzehnt gibt es auch in Deutschland Staubsaugerroboter und sind damit die ersten, für den Allgemeingebrauch konzipierten Roboter, die einer breiten Bevölkerungsmasse zur Verfügung stehen.

Seit damals ist das Grundprinzip gleich geblieben: die Staubsaugerroboter sind meist kreisförmig und haben einen Durchmesser von etwa 20-40 Zentimetern. Sie verfügen über eine Ladestation, von der sie selbständig in entweder manuell programmierten oder vom Roboter selbst gewählten Abständen aufbrechen und mit ihrem Reinigungsvorgang beginnen.

Die älteren Modelle verfügen lediglich über einen sogenannten Kollisionssensor, der dafür sorgt, dass der Roboter bei Hindernissen zurückweicht und sich einen neuen Weg sucht. Modernere Varianten haben dagegen Ultraschall und Infarotsensoren, diese ermöglichen es dem Roboter, sich viel effizienter und schneller fortzubewegen. Zusätzlich haben die meisten neuen Modelle auch einen Absturzsensor eingebaut, der sie etwa davon abhält, Treppen runter zu fallen.Die alten Modelle müssen noch selbständig per Hand gereinigt werden, während die modernen Geräte sich selbst in der Ladestation reinigen – nur alle paar Wochen muss dann der Staubbehälter der Ladestation von Hand gewechselt werden.

Problematisch ist jedoch nach wie vor die fehlende Intelligenz der Roboter. So kann es gut sein, dass sie so lange gegen herabhängende Stromkabel fahren, bis etwa der daran hängende Laptop oder das daran hängende Telefon runterfällt – ein natürlich weder vom Hersteller noch vom Besitzer gewünschter Effekt. Darüber hinaus haben auch die modernen Modelle nach wie vor Probleme, Ecken zu erreichen oder großflächige Verschmutzungen zu beseitigen. Auch die allerneuesten Geräte haben außerdem eine maximale Akkulaufzeit von zwei Stunden, was für höchstens vier Räume ausreicht, hat man eine größere Wohnung oder ein Haus, so muss man mehrere Saugroboter anschaffen.

Fazit

Die Staubsaugerroboter sind eine nützliche Hilfe und ein lustiges Gadget, können jedoch den herkömmlichen Staubsauger noch nicht ersetzen. Für die oberflächliche Reinigung einer kleineren Wohnung reichen sie jedoch allemal. Man sollte sie allerdings auch bei den ersten Reinigungsvorgängen im Auge behalten, um Unfälle und Sachbeschädigungen (Stichwort Kabel) zu vermeiden. Bis der komplette Reinigungsvorgang automatisch von Robotern erledigt wird, wird es wohl noch einige Jahre bis Jahrzehnte dauern.

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