Landwirtschaft

Hinter dem Begriff Landwirtschaft verbirgt sich die zielgerichtete Herstellung von tierischen und pflanzlichen Erzeugnissen, wofür eine für diesen Zweck bewirtschaftete Fläche genutzt wird.

Dienen tut der Anbau von Pflanzen und die Züchtung von Tieren in erster Linie der Produktion von Nahrungsmitteln. An zweiter Stelle steht die Herstellung von Rohstoffen für die Bekleidungsindustrie, denn gerade vor der Erfindung der Kunstfasern entstand fast die gesamte Bekleidung aus Wolle, Pelz, Faserpflanzen, Baumwolle oder Leder. Mittlerweile existieren jedoch auch noch andere Verwertungsformen. Ein gutes Beispiel hierfür ist die wachsende Rolle als Energieträger. Aber auch für andere industrielle Produkte wird die Nachfrage nach nachwachsenden Rohstoffen immer größer. Und somit die Bedeutung der Landwirtschaft nach einem EInbruch wieder bedeutend wichtiger.

Begonnen hat der systematische Anbau von Pflanzen vor etwa 12.000 Jahren. Genauer gesagt am Ende der letzten Eiszeit. Dabei ist es sehr wahrscheinlich, dass die Entwicklung auf den unterschiedlichen Kontinenten, wie dem Nahen Osten, Amerika und Europa, relativ gleichzeitig begann und verlief. Die Veränderung des Klimas zum Ende der Eiszeit und das mit ihr verbundene Wachstum der Bevölkerung spielten dabei eine nicht zu unterschätzende Rolle.

In Europa wurde daraufhin im 8. Jahrhundert der Ackerbau auf die Dreifelderwirtschaft umgestellt. Dabei wurden auch die bis zu dem Zeitpunkt meist verwendeten Ochsen durch Pferde ersetzt. Auf diese Weise war es in der Folgezeit möglich Eisenpflüge einzusetzen.

Sehr positiv wirkte auf die Landwirtschaft wirkte sich die Entdeckung Amerikas im Jahr 1492 aus. Ihr folgte ein weltweiter Austausch von Agrarprodukten, welcher für fast alle Völker eine große Veränderung mit sich brachte.